Historicum 20 - Forum Zeitgeschichte

Historicum 20 – Zeitgeschichte hautnah erleben in Bad Arolsen

Das Historicum 20 ist ein modernes Museum in der ehemaligen Kaserne von Bad Arolsen. Es liegt am Oberen Alleefeld – einem geschichtsträchtigen Ort, der die Stadt im 20. Jahrhundert stark geprägt hat.

Vier Epochen – eine faszinierende Dauerausstellung

Das Museum nimmt Sie mit auf eine spannende Reise durch vier wichtige Zeitabschnitte:

  • Fürstentum Waldeck (1867–1918)
  • Weimarer Republik (1919–1933)
  • Nationalsozialismus (1933–1945)
  • Belgische Garnison (1952–1994)

In den Ausstellungsräumen finden Sie Informationstafeln, historische Fotos, Filme und Audiostationen. Besonders berührend sind die Lebensgeschichten von Georg Groscurth, einem mutigen Arzt im Widerstand, und der bekannten Schriftstellerin Christine Brückner – beide besuchten in Bad Arolsen die Schule.

Besichtigungen nach Vereinbarung - Eintritt frei

Im Januar 2012 wurde die Dauerpräsentation im Stabsgebäude eröffnet. Das Foyer und der große Raum im Erdgeschoss sind der Geschichte der Arolsen Archives als Zentrum humanitärer Hilfe gewidmet.

Als Bestandteil des Gesamtkonzeptes folgt im Erdgeschoss das "Schularchiv", in dem pädagogisches Arbeiten möglich ist. In diesem Geschichtslabor werden ausgesuchte Dokumente und Materialien zu Themenfragen bzw. Biografien erarbeitet. Darüber hinaus wurde ein Jugendforum gegründet. Hier wird Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit geboten, ihre Ausarbeitungen und Präsentationen zu zeitgeschichtlichen Themen, wie z.B. Architektur des Nationalsozialismus in Arolsen, öffentlich vorzustellen.

Die Zelle im Erdgeschoss beinhaltet die Themeneinheit "Aus dem Familien-Album". Hier werden exemplarisch Migrantenfamilien, die selbst über ihre Familiengeschichten berichten, vorgestellt.
In den Zellen des Obergeschosses werden chronologisch die Themen: "Von der Residenzstadt zur umjubelten Garnison" (1867 bis 1918), "Keiner will sie haben" (1919 bis 1933), "Auf Hitler vereidigt" (1933 bis 1945) und "Von der Besatzung zur Freundschaft" (1952 bis 1994) dargestellt. Zur Vermittlung dieser komplexen Themen werden verschiedene Ebenen verwendet.

Die Nischen in den Fluren werden zur Darstellung der inhaltlichen Gliederung genutzt. Informationsbänder bilden einen Zeitstrahl ab. Der zeigt, was im Gelände Oberes Alleefeld, was in Arolsen, was in Deutschland und was anderswo geschah. In den einzelnen Zellen wird dann jeweils ein inhaltlicher Fokus gebildet, z.B. in dem Abschnitt 1919 bis 1933 – zwei später bedeutende Schüler des damals in der Kaserne eingerichteten Gymnasiums – der Arzt und spätere Widerstandskämpfer Georg Groscurth und die Schriftstellerin Christine Brückner vorgestellt. Er machte 1923 in Arolsen sein Abitur; sie erlebte den Einzug der SA in das Kasernengelände. 

Zusätzliche Vermittlungsformen wie Infoboxen, digitale Stationen, Audiostationen, Präsentationsmöglichkeiten für Filme und Filmdokumente werden eingesetzt.

Ideal für Ausflüge und Gruppen

Das Museum eignet sich perfekt für:

  • Familienausflüge
  • Schulklassen
  • Touristen und Kurgäste
  • Einheimische mit Interesse an Lokalgeschichte

Ein Besuch lässt sich wunderbar mit einem Spaziergang durch Bad Arolsen oder einem Abstecher zum Residenzschloss verbinden.


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